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Moby Dick

Unser Lieblingsbuch -Moby Dick.

moby_dickMein Lieblingsbuch war das Thema des diesjährigen Ausstellerwettbewerbes auf der Miniaturenmesse 1zu12 in Soest.

Wir haben uns für Moby Dick entschieden.

In einem Holzrahmen der ein aufgeschlagenes Buch mit einzelnen Seiten darstellt, haben wir eine der entscheidenden Filmszenen nachgebaut. Bis auf das kleine Walfangboot, in dem Quequec und der einzige Überlebende der tragischen Geschichte Ismael dem winkenden Kapitän Ahab folgen, sind alle Puppen und der weisse Wal handgefertigt.

 

 

Buchtitel

Filmplakat

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Reale Hintergründe

Reale Hintergründe für die geschilderten Ereignisse waren Melvilles eigene Erfahrungen auf einem Walfänger, die in seinem Buch Typee enthalten sind, die Geschichte des Untergangs des Walfangschiffs „Essex“ aus Nantucket am 20. November 1820 durch Rammstöße eines Pottwals und Melvilles Begegnung mit dessen seinerzeitigen Steuermann Owen Chase sowie Legenden über einen weißen Wal, die seinerzeit an der chilenischen Küste kursierten.

Die Geschichte der Essex hat Nathaniel Philbrick in dem Buch „Im Herzen der See“ beschrieben. Sein Buch beleuchtet den Walfang und die Zeit in Nantucket. Nach der Versenkung der Essex überlebte die Besatzung in drei Walfangbooten, wobei nur das Boot von Owen Chase gerettet wurde. Die Besatzung überlebte nur, weil sie ihre Toten verzehrt hatte.

Zum Titel wird gesagt, dass dieser durch den Artikel „Mocha Dick: or The White Whale of the Pacific“ von Jeremiah Reynolds im New York Knickerbocker Magazine im Mai 1839 angeregt wurde. Darin wird die Jagd auf einen weißen Wal dargestellt, der unter den Walfängern für seine Wildheit besonders bekannt war, häufig vor der Insel Mocha vor der Küste Chiles auftauchte und deshalb Mocha Dick genannt wurde. 1859 wurde er von einem schwedischen Walfänger erlegt. In seinem mehr als 22 m langen Körper steckten noch 19 Harpunen. Während „Dick“ als rein generische Namensbezeichnung wie „Tom“ oder „Jack“ betrachtet wird, gibt es keine Erkenntnisse, was Melville veranlasste, „Mocha“ in „Moby“ umzuwandeln.

Als weitere Quelle für Romandetails wird auf den Bericht von der United States South Sea Exploring Expedition (U.S. Ex. Ex.) von 1838 bis 1842 hingewiesen. Von den 100 Exemplaren der offiziellen Narrative of the United States South Sea Exploring Expedition besorgte sich Melville ein Exemplar. Literaturwissenschaftlern zufolge sind in Melvilles Werk immer wieder Einflüsse aus diesem Expeditionsbericht zu entdecken. So soll beispielsweise die Beschreibung von Queequeg, Ismaels polynesischem Gefährten, von dem Stich eines tätowierten Maorihäuptlings in Band Zwei der Narratives inspiriert sein. Es wird auch vermutet, dass der sehr umstrittene Expeditionsleiter Charles Wilkes als Vorbild für die tragische Figur des Kapitän Ahab diente (nach Nathaniel Philbrick, „Dämonen der See“, Blessing Verlag 2004).

Melville widmete „Moby Dick“ dem Schriftsteller Nathaniel Hawthorne.

Handlung und Hauptpersonen

Moby-Dick beginnt mit einem der berühmtesten ersten Sätze der Weltliteratur: „Call me Ishmael“ („Nennt mich Ismael“). Es folgt die Ich-Erzählung des Matrosen Ismael (sein richtiger Name wird nie genannt), der ursprünglich aus einer guten Familie stammt, sich aber aus Gründen, die nie ganz klar werden, dazu entschlossen hat, als einfacher Matrose zur See zu fahren. Er selbst spricht von einem unbändigen Drang in ihm, der ihn überkomme, wenn er des Festlands überdrüssig sei. Ismael hat bereits einige Fahrten auf Handelsschiffen hinter sich, will nun aber auf einem Walfänger anheuern.

Auf dem Weg auf die Walfängerinsel Nantucket an der amerikanischen Ostküste lernt er in New Bedford den Harpunier Queequeg kennen. Queequeg ist ein über und über tätowierter Südseeinsulaner, trotz seines furchteinflößenden Äußeren jedoch das Idealbild eines „edlen Wilden“ oder, in Melvilles Worten, „ein George Washington im Gewand eines Kannibalen“. Ismael und Queequeg werden quasi zu Blutsbrüdern.

In Nantucket heuern beide auf dem bizarr dekorierten Walfänger Pequod, benannt nach den Pequot-Indianern, an – und das obwohl ein möglicherweise Verrückter, der sich nach dem Propheten Elias nennt, sie wiederholt davor warnt. Die Fahrt beginnt zu Weihnachten. Der Kapitän Ahab lässt sich anfangs nicht an Bord blicken. Erst nach einiger Zeit auf See kommt er aus seiner Kabine und erklärt der Mannschaft das Ziel der Fahrt. Er will Moby Dick, den weißen Wal, der ihm das Bein abriss, jagen und erlegen. Als Anreiz für die Mannschaft nagelt er eine Golddublone an den Hauptmast, die derjenige erhalten soll, der den Wal als Erster sichtet. Die Mannschaft, aufgeheizt durch den charismatischen und wahnsinnigen Kapitän, schwört sich auf Ahab und dessen Ziel ein.

Ahabs Gegenpart ist der erste Maat, Starbuck, ein kühner und erfahrener Seemann, der nüchtern und rational denkt und durch seine Religiösität auffällt. In der Folge kommt es zu mehreren Konfrontationen zwischen Ahab und Starbuck. Einmal erwägt Starbuck sogar, Ahab zu töten, lässt aber im letzten Moment davon ab. Die Mannschaft der Pequod stammt aus allen Teilen und Schichten der USA und der Welt. Neben einem Indianer und zwei schwarzhäutigen Afrikanern sind Seeleute aus Holland, Frankreich, Island, Malta, Sizilien, den Azoren, China, der Isle of Man, aus dem Nahen Osten, aus Tahiti, Portugal, Dänemark, England, Spanien und den Philippinen an Bord. Das Schiff bildet die Vielfalt der Welt als Mikrokosmos ab.

Nachdem das Schiff das Kap der Guten Hoffnung umrundet hat, erfolgen mehrfache Sichtungen von Walen, die auch von der Mannschaft gejagt und erlegt werden. In diesem Zusammenhang werden Fang und Verarbeitung der Wale detailliert beschrieben. Unterbrochen wird die Fahrt regelmäßig durch Begegnungen mit anderen Schiffen, deren Kapitäne Ahab jedesmal nach dem Weißen Wal befragt. Im letzten Teil des Romans wird Queequeg todkrank. Auf seinen Wunsch hin wird ihm ein Sarg gezimmert. Letztlich überlebt Queequeg (weil er noch Dinge zu erledigen habe, wie er selbst behauptet), und sein Sarg wird als Ersatz für den verlorengegangenen Rettungsring genutzt. Nach einer Fahrt durch den Indischen Ozean und durch die indonesischen Inseln bekommt die Pequod östlich von Japan endlich Kunde von einer Sichtung des Weißen Wals. Die Jagd auf ihn dauert drei Tage. Dabei wird Ahab von Moby Dick unter Wasser gezogen, und der Wal rammt und versenkt die Pequod. Als einziger überlebt Ismael die Katastrophe. Er rettet sich in den Sarg Queequegs und wird später von einem Walfänger entdeckt.

Hauptpersonen:

  • Ismael, einfacher Matrose – der Erzähler
  • Queequeg, Polynesier, Harpunier
  • Kapitän Bildad, Schiffseigner (Teilhaber)
  • Kapitän Peleg, Schiffseigner (Teilhaber)
  • Elias, Wahnsinniger oder Prophet
  • Ahab, der Kapitän
  • Starbuck, Erster Maat
  • Stubb, Zweiter Maat
  • Flask, Dritter Maat
  • Taschtego, ein Gay-Head-Indianer, Harpunier
  • Daggu, ein Afrikaner, Harpunier
  • Fedallah, ein Parse, Harpunier
  • Pip, ein Afrikaner, Schiffsjunge
  • Der Schiffszimmermann
  • Perth, der Schmied

Quelle: Wikipedia

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